Den Computer hochfahren und die Kaffeemaschine an - das waren morgens seine ersten Handgriffe. "Ich bin ein PC-Junkee", gesteht Oliver Haardt. Irgendwann ist ihm das normale Leben entglitten, eine Online-Welt ersetzte zunehmend die Realität.
Bundesärztekammer informiert mit Leitfaden über Arzneisucht
Woran erkennen Ärzte, dass ein Patient abhängig von Medikamenten ist? Ein neuer Leitfaden der Bundesärztekammer leistet Hilfestellung und gibt Hinweise, was zu tun ist, wenn eine Abhängigkeit wahrscheinlich ist.
Aufklärung soll Jugendliche vom Rauschtrinken abhalten
Ärzte und Apotheker sollen stärker für die Folgen des Medikamentenmissbrauchs sensibilisiert werden. Darauf wies die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD) gestern bei der Vorstellung des Drogen- und Suchtberichtes hin.
Heroinbehandlung - "wir haben erheblichen Zeitdruck"
Gegen die Einstellung des bundesweiten Heroin-Modellprojekts Ende Juni dieses Jahres hatte die Frankfurter Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Die Grünen) mit einer Klage reagiert. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hat nun auch schriftlich erklärt, dass das Projekt in Frankfurt am Main weitere drei Jahre fortgeführt werden könne.
Arzneimittelsucht - wird das Ausmaß maßlos überschätzt?
Mit mindestens 1,4 Millionen Menschen wird in Deutschland die Zahl derjenigen angegeben, die süchtig nach Arzneimitteln seien. Doch nicht alle Experten halten diese Zahl für zutreffend. Möglicherweise liegt sie viel zu hoch.
Rund jedes dritte Mädchen raucht, um abzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schülerbefragung der DAK zum Rauchverhalten von Jugendlichen im Rahmen der Kampagne "Just be smoke-free".
In Deutschland sind nach Untersuchungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) 1,4 bis 1,9 Millionen Menschen von Medikamenten abhängig - ähnlich viele wie von Alkohol.
Vareniclin erleichtert bei Nikotinsucht den Entzug
Statt vor Restauranttüren zu frieren, wollen viele Raucher lieber ganz auf Zigaretten verzichten. Dabei hilft ein neues Medikament, das seit März an Selbstzahler verordnet werden kann.
Alkohol, Speed, Heroin: Wolfgang Kiehl hat viele Drogen ausprobiert. Er wurde süchtig und kriminell. Heute schildert Kiehl im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) seine Erlebnisse vor Schülern in Norddeutschland.
Heroinprojekt - Frankfurt/Main erhält eine Ausnahmeregel
Zweieinhalb Monate vor dem Auslaufen des Heroin-Modellversuchs hat die Stadt Frankfurt/Main eine mündliche Zusage für eine Fortsetzung des Projekts erhalten.
Tabakentwöhnung gehört zu den essenziellen Aufgaben der Ärzte - das war der einheitliche Tenor beim Kardiologen-Kongress in Mannheim. Denn: Rauchen ist ein wesentlicher kardiovaskulärer Risikofaktor.
Ein neues Bewusstsein im Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln fordern die Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Beide haben dazu gestern in Berlin einen Leitfaden für Niedergelassene zur Behandlung gefährdeter und bereits abhängiger Patienten vor.
Mit einer nationalen Aktionswoche vom 14. bis 18. Juni wollen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen für mehr Verantwortungsbewusstsein beim Alkoholkonsum werben.
Britische Forscher halten Alkohol und Tabak für gefährlicher als Cannabis und Ecstasy. Dies geht aus einer Beurteilung von legalen und illegalen Rauschmitteln hervor, in dem sowohl die körperlichen und sozialen Folgen des Missbrauchs berücksichtigt wurden.
Im Streit um die Fortführung der staatlichen Heroinabgabe an Schwerstabhängige haben sich die Fronten in der großen Koalition verhärtet.
145 Abgeordnete der Oppositionsfraktionen haben einen Gesetzesentwurf erarbeitet, in dem sie die Fortsetzung der heroingestützten Behandlung Schwerstabhängiger fordern.
Jeder fünfte Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren war nach eigenen Angaben schon einmal betrunken. Regelmäßig konsumieren aus dieser Altersgruppe zwei Prozent Alkohol, immerhin elf Prozent trinken unregelmäßig.
Niedrigschwellige Hilfsangebote für Drogensüchtige wie Drogenkonsumräume sind nach wie vor notwendig. Das zeigen Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen.